If all you have is a hammer, everything looks like a nail.

Abraham Maslow

Nutze deine eigenen Werkzeuge

Du kannst mit begrenzten Mitteln dein Ziel erreichen, jedoch wirst du weiter kommen, wenn dir mehr Werkzeuge zur Verfügung stehen. Eine Methode, die dich bis dato zum Ziel gebracht hat kann zugleich für zukünftige Aktionen nicht mehr sinnvoll sein.  

Was kannst du also tun, um deine Mittel zu erweitern?

Nun, wenn du eben nur den Hammer hast, dann nutze ihn. Aber nutze ihn dort, wo er passt. Auf die Nägel, die es in die Wand zu bringen gilt, auf das entsprechende Material. Gebe den Hammer auch weiter, damit andere ihn nutzen können und nehme dafür im Tausch ihre Werkzeuge. So lernst du nach und nach neue Wege zu gehen, ohne deine Ressourcen zu beeinträchtigen. Du erweiterst deinen Horizont, du erkennst, dass ein Hammer allein nichts bringt, um dein Werk zu errichten. 

Nun hast du einen Hammer, weisst beispielsweise was du mit einer Säge und Holz tun kannst. Vielleicht hat dir jemand seine alte Leinwand geschenkt und du findest doch noch etwas Farbe im Keller, wo du schon seit Jahren nicht mehr warst. Du hast alles, um ein Kunstwerk zu erstellen. Bist du denn nun am Ziel, wo du deine Werkzeuge hast? Nein, du bist erst am Anfang. Du kannst nun beginnen, du wirst Fehler machen, du wirst viel lernen. Mit jedem Schnitt, Schlag und Pinselstrich kommst du näher an dein eigenes Bild, das du dir zuvor mental ausgemalt hast.  

Brauchst du für all das Geld? 

Nicht unbedingt, aber manches wird dir leichter fallen und schneller gehen. Manchmal raubt es dir aber auch deine eigene Kreativität. Sehe Geld als eines von vielen Werkzeugen, es kann gar nicht das einzige sein, was dich weiter bringt. Aber in Kombination mit anderen Instrumenten kann es eine wunderbare Symphonie ergeben. 

Was können nun solche Werkzeuge sein?

Beispielsweise deine Sprache: Wenn deine Worte begrenzt sind, beispielsweise in einer Fremdsprache, dann wirst du in fremden Ländern wohl gerade so von A nach B kommen. Du wirst nach dem Weg fragen können und die Orientierung behalten. Aber du wirst dein Umfeld nicht verstehen, dich nicht mit den Menschen in dem entsprechenden Land unterhalten können und keinerlei Verständnis und Gemeinsamkeit aufbauen können. Du bist dann wie der Hammer, der versucht eine Stecknadel durch ein Öhr zu bekommen: es kann klappen, aber zugleich besteht auch eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass du etwas dabei zerstörst, sei es Vertrauen, Harmonie oder Sympathie. Wenn dein einziges sprachliches Werkzeug dein Hammer ist, dann bleibst du begrenzt.  Zugleich gewöhnst du dich auch daran dieses Mittel zu nutzen. Je öfter du gerade so damit ans Ziel kommst, desto überzeugter bist du davon, dass das dein einzig mögliches Mittel sein kann. Dein Geist wird starr und stumpf, genauso wie die Nadeln, die du mit dem Hammer bearbeitest. Lernst du stattdessen die Sprache deines Gegenüber, wirst du neue Welten entdecken, mehr verstehen und neue Wege erkunden können. Dafür brauchst du die Fähigkeit Sprachen zu erlernen.

Auch Logik kann ein wichtiger Wegweiser sein: Oder nennen wir es Mathematik. Du brauchst die Fähigkeit die richtigen Koordinaten für dich zu erkennen, die richtigen Zahlen und Rechnungen. Du wirst diese Rechnungen bis zu einem gewissen Punkt brauchen, sie werden dir den Weg weisen, nur um dann von anderen abgelöst zu werden. Wenn du die Grundlagen nicht verstehst, wirst du auch komplexere Themen nicht nachvollziehen können. Sei dir zugleich bewusst, dass auch das nur ein Mittel zum Zweck ist, dich in einer komplexem Welt zu orientieren, auch sie ist nicht perfekt und steht manchmal im Widerspruch zu dem was andere sagen.

Das wichtigste Werkzeug ist dein Kopf.

Er sollte flexibel sein und sich an verschiedene Situationen anpassen können. Je mehr Werkzeuge diesem zur Verfügung stehen, desto passgenauer kann dein Ergebnis werden. Das zweit wichtigste Instrument sind deine Hände und Füsse, sowie dein Herz. Dein Kopf und dein Körper müssen in Einklang miteinander sein, dein Bauchgefühl muss stimmen. 

Mache jeden Tag etwas neues, gehe jeden Tag einen anderen Weg, achte jeden Tag auf etwas anderes. So hältst du deine Augen offen, dein Herz weit und deinen Geist klar. 

Versuche es mal oldschool

Vertraue deinem Verstand, deinem Herz und deinem Körper. Statt viele Werkzeuge in der Hand zu haben, die dich beschweren, versuche es mal mit wenigen. Nutze deinen eigenen inneren Kompass, er kann dich leiten, statt dich durch Gedanken anderer aus dem Konzept bringen zu lassen. Nutze deine eigenen Worte, deine Instrumente, deine Ideen. Spreche mit Menschen und bleibe dir selbst treu.

 

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