Smooth in den Frühling kommen

Heute ist Frühlingsbeginn. Die Winter hat endlich ein Ende, es wird wärmer und mein Energielevel steigt von selbst wieder an. Und doch bin ich noch nicht ganz in dieser wunderschönen Jahreszeit angekommen. Ich bin teils noch im Murmeltiermodus und beobachte eher skeptisch wie die Sonne scheint, die Vögel zwitschern und meine Winterkleidung langsam zu warm wird. 

Ich sollte mich darüber freuen, aber mein Alter Ego will noch lieber grummelig bleiben. Es amüsiert mich sogar ein bisschen, dass ich so bin. Und ich nehme wahr, wie ich mental noch im starren, kalten Winter stecke. Ich verweile noch in meinem Schneckenhaus, will da noch gar nicht raus. Smooth und flexibel, ja das bin ich wohl gerade nur zur Hälfte, der Rest ist eher ruppig. 

Ich nenne es mal den Winterblues (oder doch nur den Morgenmuffel?), der noch als Dauerradiosendung in meinem Kopf herumsummt und dessen ich mir sehr oft nicht bewusst bin. Woke up this morning…. feelin’ so bad…und so weiter und so fort. 

Wie kommt man aus diesem Radiokanal heraus? Kann man ihn denn nicht ein für alle mal abschalten und durch gute Gefühle ersetzen? Und warum kommen sie immer wieder von selbst zurück, wie ein treudoofer Hund? Wie setze ich ihn für immer vor die Tür?

Die Kunst liegt darin, sich mit ihnen anzufreunden. Man kann nett zu ihnen sein, diesen unangenehmen Gefühlen, und sie trotzdem nicht zu wichtig nehmen. Dann wird daraus ein liebenswerter Weggefährte, den man mal belustigt, mal verärgert betrachtet oder liebevoll sein Ding machen lässt. Er kommt dann und geht, doch man selbst bleibt davon unbeeinflusst, lässt sich davon nicht mehr herunterziehen. Und man kann es beeinflussen und lenken. Man kann dieses Radio tatsächlich ausschalten lernen oder zumindest selbst entscheiden welchen Kanal man wählt. Und in diesem Fall wollen wir ja den blumig-süßen Frühlingskanal mit viel Sonnenschein, Eiscreme und Vogelgezwitscher. Yeah! Und wie kriegen wir den rein? Ganz einfach durch Meditation und Yoga. 

Meditation steigert das Energielevel 

Das wichtigste was ich durch meine Ausbildung zur Yogalehrerin gelernt habe ist, dass wir nicht unsere Gedanken und Gefühle sind. Sie sind etwas, das wie Energieteilchen von uns angezogen und abgestoßen werden.  Sie kommen und gehen. Und wir können beeinflussen, welchen von ihnen wir mehr oder weniger Gewicht geben, was unser eigenes Energielevel beeinflussen soll. Dabei zieht Positives Positives an und Negatives fühlt sich mit Negativem wohl. 

Statt jedoch in den Abwehrmodus gegenüber negativen Themen zu gehen, und noch mehr Energie zu verlieren, wollen wir uns auch mit ihnen anfreunden. Durch Meditation können wir beispielsweise lernen negative Gedanken zu neutralisieren oder sogar in positive umzuwandeln. 

Vor allem am Anfang ist es jedoch ein riesen Chaos zu meditieren. Man weiß gar nicht, wo man anfangen soll, ist innerlich so starr und aufgewühlt zugleich. Und so hält man das was man denkt für die eine Wahrheit. Im Prinzip merkt man dann erst nach einer Weile viel Energie dieses Gedankenchaos eigentlich kostet. Erst wenn man lernt seine Gedanken und Gefühle zu beobachten, zur Ruhe zu kommen, stellt man fest, dass vieles davon einfach nur Spam ist. Es kann weg, weil er das eigene Energielevel nur herunterzieht. Wie Werbung zwischen zwei Radiosongs oder Youtubevideos nervt das nur. Irgendwann lernt dann in der Meditation zwischen den guten Liedern und Filmen einfach abzuschalten, sich auf das zu fokussieren was gut tut.

Nach einer Weile ist die Ruhe, also das wovor man am Anfang am meisten Angst hatte, der schönste Zustand. Es ist der Moment, in dem man ganz bei sich ist, indem nichts wirklich wichtig ist und der Energietank erst richtig aufgeladen wird. Der Unterschied zu Youtube und Radio ist jedoch, dass man sich selbst dabei besser kennenlernt. Man steuert seine Gedanken selbst, statt jemand anderen die Ansagen machen zu lassen.

Eine gute Anleitung für deine eigene Meditation findest du hier.

Yoga steigert das Energielevel 

Auch Yoga kann dabei helfen das Energielevel zu steigern. Indem man sich auf seinen Körper und seine Atmung konzentriert, verlieren die Gedanken in diesem Moment an Bedeutung. Man ist viel zu beschäftigt damit, seinen Körper in bestimmten Positionen zu halten, als dass man dem ganzen Gewusel im Kopf noch Raum geben kann. Für manche mag es also sinnvoll sein, sich zunächst auf diese körperliche Ebene zu begeben, um dann nach und nach das gelernte auch in der stillen Meditation anzuwenden. Für mich sind diese körperlichen Übungen jedoch eher ein Mittel zum Zweck. Oder, um es spiritueller auszudrücken, eine Art Medium, um näher an sich selbst heran zu kommen. 

Wer Yoga dabei allein als Workout sieht, versperrt sich genau diesem beschriebenen Vorgang. Der bleibt auf der Oberfläche und, aus meiner sehr persönlichen Sicht, auf einem total langweiligen Energielevel. Man bastelt sich eher eine festere Hülle, durch die kaum etwas von außen nach innen oder von innen nach außen kann. Je nachdem in welchem Umfeld man unterwegs ist, mag das Sinn machen, doch kommt man dadurch auch nicht wirklich näher an seinen eigenen Kern.

Dann, wenn man seine Gedanken in Eigenregie führen kann, verliert man deutlich weniger Energie auf die Abwehr von anderen Gedanken, man löst sich aus der Starrheit und fließt viel freier. Man spart aber nicht nur Energie durch den freieren Fluss, sondern setzt auch gleich neue frei. Selten passiert das gleich nach einer Meditationssession, sondern als Anfänger eher durch Yoga. Manchmal dauert es Monate bis die ersten Wirkungen eintreten und trotzdem lohnt sich. Denn irgendwann wird aus dem Blues ein viel jazzigeres, funkigeres Lied. Oder Hiphop, oder Techno-Elektro-Pop-Schlager-Metal. Auf jeden Fall kein Trash.

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