Wie du smooth&flexible an dein Ziel kommst

Ziele können uns voranbringen. Oder uns ziemlich fertig machen. Wenn wir die Setzung von Sielen einfach als ein Tool von vielen betrachten, dann kann es uns unseren Weg zeigen. Wir können sie auch nutzen, um unser Leben bewusster und achtsamer zu leben.

Ziele sind dabei weder die Antwort auf alles, noch sind sie etwas, das wir als „böse“ betrachten sollten. Es sind einfach Hilfsmittel.

Stell dir vor, du willst mit deinem Boot an einen bestimmten Hafen segeln…. und es gibt zwei Routen, die du fahren kannst…. dann fällt deine Entscheidung in Abhängigkeit deines Ziel aus: 

Der normale Weg mit Zielen zu arbeiten

Der erste Weg mit einem Ziel an einen bestimmten Hafen zu segeln ist dieser eher traditionelle :

  • Du bestimmst einen Hafen (das Ziel) und legst dann eine Route fest, um dorthin zu kommen.
  • Doch dann laufen die Dinge nicht so wie du sie geplant hast (weil du vielleicht nicht hart genug daran gearbeitet hast, abgelenkt wurdest, etwas nicht beachtet hast oder weil irgendetwas passiert ist). Und nun fühlst du dich entmutigt.
  • Ein Sturm kommt auf, dein Boot bricht auseinander und du wirst auch noch seekrank. Nun nutzt du den fehlenden Fortschritt deinem Ziel näher zu kommen, um dich selbst fertig zu machen, dich zu schämen, dich als gescheitert zu betrachten oder frustriert auf die ganze Welt zu sein. 
  • Vielleicht gibst du auf. Oder du bleibst bei deiner Route und findest eine neue Lösung.
  • Vielleicht lernst du auch einfach noch mehr über dein Reiseziel, während du dorthin segelst und stellst dabei fest, dass du da gar nicht wirklich hin willst. Vielleicht findest du anderen Häfen, die viel schöner sind, von denen du zuvor aber nichts wusstest.
  • Nein. Du musst an diesem einen Hafen festhalten! Du brauchst keine Flexibilität, dein Ziel ist das allerwichtigste.
  • Eventuell (wenn du Glück hast und zäh bist) gelangst du zu deinem Hafen. Du empfindest einen Moment des Glücks und der Erfüllung. Aber dein Reiseziel ist gar nicht so wie du es dir vorgestellt hast. Es ist gar nicht die Lösung all deiner Probleme und nicht das Weltglück. Du bist irgendwie enttäuscht.
  • Du denkst sofort an das nächste Ziel und nimmst gar nicht wahr wohin du es bisher gebracht hast.

 

Wie du siehst gibt es hier einige Themen die nicht wirklich hilfreich sind:

  1. Ein Ziel kann dich dazu bringen, dich selbst fertig zu machen, Scham in dir zu erzeugen oder Enttäuschung. 
  2. Indem du fest an einem Ziel hängst, verlierst du andere Möglichkeiten, die dir auf dem Web begegnen außer acht. Du bist unflexibel.
  3. Du denkst, es ist etwas glorreiches ein Ziel zu erreichen und dein Leben ändert sich dann um 180 Grad (das ist sehr selten der Fall).
  4. Statt dich auf den Moment zu konzentrieren, schaust du nur nach vorne. Das wird nicht aufhören, wenn du dein Ziel erreicht hast und wird dazu führen, dass du sofort zum nächsten Ziel springst. 

Was wäre dann ein hilfreicherer Weg? 

Ein achtsamer, bewusster Weg mit an deinem Ziel zu arbeiten?

Stell dir vor, dass du weiterhin auf deiner Route segelst… aber zu diesem Ziel achtsamerer und bewusster segelst:

  1. Du nimmst dein Ziel als eine Intention wahr, die du dir setzt, um mit etwas in diesem jetzigen Moment anzufangen. Es ist jedoch kein festgefahrener Weg für dich.
  2. Der Hafen (das Ziel), ist dabei kein fixes Ergebnis, an dem du wacker festhalten musst, sondern eher etwas was dich näher zu deinem inneren Kompass bringt.
  3. Wenn du merkst, dass du an deinem Ziel wie an einer Fantasie hängst, übst du dich darin, dich locker zu machen. Fokussiere dich stattdessen auf den jetzigen Moment. Was kannst du gerade tun um mit deiner eigentlichen Intention näher zu kommen?
  4. Frage dich selbst regelmäßig: „Was ist die liebevollste Handlung, die ich gerade tun kann? Was kann ich gerade tun, um mit meiner Intention in Einklang zu sein? Wie kann ich diesen Moment wertschätzen?“
  5. Erlaube dir selbst flexibel zu sein. Klebe nicht nur an deinem „einen“ Ziel fest, sondern sei stets auch offen Neues zu lernen. Erlaube dir, deine Route zu ändern, während du segelst, weil dadurch deinen eigenen Weg besser verstehen wirst. Indem du dich stets neuen Möglichkeiten öffnest, kommst du näher an deine eigene Bestimmung heran.
  6. Falls/Wenn du an deinem Ziel ankommst, solltest du anhalten und ihn auch wirklich wahrnehmen, genauso wie du deine Reise wertschätzend betrachtest. Verweile einen Moment darin, bevor du dich an die nächste große Sache machst.

 

Dies ist ein flexiblerer Weg an seinen Zielen zu arbeiten und einer, der sich mehr auf den Moment konzentriert, bewusster ist. Das Ziel wird dabei nicht die wichtigste Sache, auch wenn es hilfreich ist. Sondern der gegenwärtige Moment, deine Handlungen und deine Wertschätzung in diesem Moment werden das wichtigste. 

Ich will dich dazu ermutigen, diese flexiblere, bewusstere Methode mal auszuprobieren, während du über deine Ziele in den kommenden Monaten oder für die kommenden Jahre nachdenkst. Und vor allem: wie übernimmst du diese Intention ins hier und jetzt?

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