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Es gibt Momente in denen Menschen überheblich werden und du deine Geduld verlierst.

Diese Rückschläge haben viele von uns, getriggert durch Kollegen, Kinder, Freunde, Partner, andere Auslöser, seltsame Menschen in der Bahn. Das kann nerven, das kann anstrengend sein.

Und es kann dir den Tag versauen. Du beißt dir auf die Zähne und spulst im Kopf deine Ansage ab, im schlimmsten Fall schießt du zurück. Und fühlst dich dann schlecht.

Wie können wir an Geduld gewinnen?

Ich bin da absolut keine Heilige. Genau wie jeder andere Mensch, lasse ich mich nerven und sage Dinge manchmal auf sehr unfreundliche Art.

Aber. Ich. Lerne. dazu.

Hier einige Punkte, die mir dabei helfen ruhig zu bleiben:

  • Zunächst werde ich mit meiner Emotionen bewusst, die gerade aus dem Nichts hervorkommen.
  • Dann lerne ich sie so wie sie sind anzunehmen.
  • Ich beobachte sie, aber handle nicht nach ihnen.
  • Dabei rede ich mit diesen Emotionen wie mit einem kleinen Kind: „es ist ok wütend zu sein, aber atme. Rede mit einem anderen Menschen über das Thema, wenn du dich beruhigt hast.“
  • Und dann atme ich weiter ein und aus.
  • Ich sage meinen kindlichen Emotionen: „Menschen sind verschieden und das ist gut so. Freu dich an der Menschheit in all ihrer Vielfalt. Wenn Menschen zusammenleben und arbeiten, kommt es zu Reibung und das ist ganz normal.“
  • Ich erinnere mich daran, dass das Leben zu kurz ist, um es mit Wut und Verwirrung zu verschwenden. Lass die Probleme anderer nicht zu deinen werden.
  • Und dann bin ich dankbar. Dankbarkeit löst die alle selbstgestrickten Probleme. Ich bin dankbar diesen Freund zu haben, oder dass diese fremde Person in mein Leben gekommen ist. Ich bin dankbar für die Chance auf diesem Planeten zu sein und dieses unbeschreiblich schöne Leben leben zu dürfen.
  • Sobald ich mich beruhigt habe spreche ich mit Mitgefühl mit der anderen Person. Ich antworte mit Liebe. Meistens runden sich dann auch die Kanten der andern Person und die Situation verbessert sich.

Ich denke, dass auch der ungeduldigste Mensch lernen kann, geduldig zu sein. Ich bin definitiv einer davon. Und auch, wenn ich oft daran scheitere, habe ich in den letzten Jahren in Summe große Fortschritte gemacht. Dinge, die mich früher total genervt haben, ziehen mittlerweile an mit vorbei. Ich lasse mich ab und an immer noch herunterziehen, aber nicht mehr ansatzweise wie früher.

Hier noch ein paar Tipps die dir helfen können durch Übung geduldiger zu werden:

  1. Mach eine Strichliste: Das ist die erste Strategie, wenn du echte Probleme mit Geduld hast: Beginne mit einer Strichliste auf einem Zettel. Für jeden Geduldsverlust machst du einen Strich. Es ist eine der effektivsten und wichtigsten Methoden, um deinen Impuls zu kontrollieren – indem du lernst ihn wahrzunehmen. Sobald du dir dieses Impulses bewusst bist, kannst du an anderen Reaktionen arbeiten.
  2. Finde deine Trigger: Wenn du dir bewusst wirst, was dich dazu bringt deine Geduld zu verlieren, dann achte darauf welche Trigger es genau sind. Wann und was genau führt dazu, dass du gereizt wirst? Insbesondere jene Trigger die häufig vorkommen solltest du im Fokus haben.
  3. Atme tief: Wenn du beginnst deine Geduld zu verlieren dann nimm einen tiefen Atemzug und atme langsam wieder aus. Dann atme nochmal ein. Diese drei Atemzüge machen vieles schon wieder weg und dein Frust schmilzt dahin.
  4. Zähle bis 10: Es funktioniert wirklich. Wenn du merkst, dass du sauer oder wütend wirst, dann zähle langsam bis 10. Wenn du fertig bist ist der ursprüngliche Impuls jemanden blöd anzumachen oder etwas aus Frust zu tun meist vergangen. Kombiniere dies mit dem Atemtipp und es wird noch effektiver.
  5. Mache kleine Schritte: Beginne mit kleinen und umsetzbaren Schritten. Suche nach den Triggern, die ein wenig Ungeduld in die auslösen, nicht gleich jene die dich auf 180 fahren lassen. Fokussiere dich auf sie und vergesse für einen Moment die anderen. Arbeite daran jeden einzelnen Trigger unter Kontrolle zu bekommen. Sobald du die kleinen Reize gelöst hast, wagst du dich an die größeren. Ein Schritt nach dem anderen, mit Übung kommst du zum Ziel.
  6. Nimm dir eine Auszeit: Oft ist es am besten einfach für ein paar Minuten wegzugehen. Nimm dir eine Pause von der Situation, nur 5-10 Minuten reichen oft. Und entspanne dich selbst, überlege dir die richtigen Worte, Taten und Lösungen und kehre dann ruhig zurück.
  7. Erinnere dich daran was wichtig ist: Manchmal lassen wir uns von Kleinigkeiten runterziehen. Auf lange Sicht sind das aber meist Dinge, die absolut keine Rolle spielen. Halte dich davon zurück in der Hitze des Gefechts zu überreagieren und versuche die Dinge aus der langfristigen Perspektive zu sehen.
  8. Übe weiter: Jedes mal, wenn deine Geduld überspannt wird, denkst du daran, dass es für dich eine weitere Chance ist dich in Geduld zu üben. Denn das ist es was du brauchst, um geduldig zu werden – Übung, Übung, Übung. Und dann noch ein wenig Übung. Freue dich also über jede Möglichkeit.
  9. Visualisere: Das funktioniert am besten, wenn du es machst bevor der Frust hochkommt. Wenn du alleine an einem ruhigen Ort bist. Visualisiere wie du auf eine kommende Situation reagieren wirst, wenn der Trigger ausgelöst wird. Wie gehst du mit der Situation um? Wie wirkst du? Was sagst du? Wie wird die andere Person reagieren? Wie hilft das deiner Beziehung zum anderen Menschen und deinem Leben? Denke über diese Dinge nach und visualisieren die optimale Situation. Tue dann dein Bestmögliches dies umzusetzen, wenn die Situation aufkommt.
  10. Sei dir bewusst, dass manche Dinge Zeit brauchen. Rom wurde nicht über Nacht gebaut und auch du wirst kein geduldiger Pate, wenn du erwartest dass die Dinge in deinem Leben mit einem Fingerschnippen passieren. Stattdessen solltest du dir klar sein, dass manches einfach Zeit braucht.
  11. Lehre: Das ist etwas was mir sehr hilft. Seit ich Yogalehrerin und -schülerin bin sehe ich, dass niemand perfekt ist, dass jeder seinen Teil im Leben lernen darf. Sei geduldig und lehre andere Menschen etwas bestimmtes. Selbst wenn du es noch nie zuvor getan hast. Finde neue Wege etwas zu lehren.
  12. Finde gesunde Wege deinen Frust rauszulassen: Frust kann sich wie Dampf im Wasserkocher aufbauen. Und wenn du ihn nicht rauslässt explodierst du. Finde also Wege deinen Frust auf gesunde Art zu lösen. Kicke in ein Kissen, geh an die frische Luft, schrei meinetwegen auch in den Wald hinein, mach Sport, geh Kickboxen…das sind nur einige Beispiele. Sobald der Frust aus deinem System ist, fühlst du dich besser.
  13. Meditiere: Ich wiederhole das wohl mittlerweile wie der Pfarrer das Pater Noster in der Kirche. Aber es ist einfach so wichtig. Auch wenn du nicht mitten in einer Stresssituation meditieren kannst, dann kann Meditation dir trotzdem dabei helfen bei dir zu bleiben. Sobald du weißt, wie du in diesen Ruhezustand kommst, kannst du diesen Trick nutzen, wenn du wütend wirst. Und Meditation hilft dir dabei im Moment zu bleiben, statt dich über vergangenes oder zukünftiges aufzuregen.
  14. Lache einfach: Manchmal sollten wir uns einfach daran erinnern, dass nicht alles und niemand perfekt ist und stattdessen die gute Zeit mit unseren Lieben genießen. Das Leben sollte Spaß machen und lustig sein. Grinse, Lache und sei glücklich. Es funktioniert nicht immer, aber es tut gut sich daran von Zeit zu Zeit zu erinnern.
  15. Liebe einfach: Statt mit Ärger zu reagieren, übst dich selbst darin aus einem Ort der Liebe heraus zu reagieren. Geduld ist nicht einfach, aber die Alternative ist viel schlimmer. Liebe und Mitgefühl gewinnen, wenn du es zulässt

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