Meine wichtigsten Yoga Bücher

Es gibt unzählig viele Bücher über Yoga, viele davon gleichen einer einzigen Bildersammlung. Yoga für Schwangere, Kinder, Frauen in der Menopause, Karmayoga, Spielerfrauenyoga, Achtsamkeitsyoga, Rückenyoga und vieles mehr. Jedes Problem scheint durch Yoga lösbar geworden zu sein, so zumindest die Versprechen dieser Bücher. Ich sage nicht, dass diese Bücher notwendigerweise falsch liegen, jedoch finde ich, dass sie den Kern der Yogalehre oft ziemlich außer Acht lassen. Es sind eher Lifestyleprodukte.

Für mich ist Yoga jedoch ein spiritueller Weg ohne Schnörkel und bunte Bildchen, den ich selbst oft hinterfrage und welcher mir zugleich schon aus einigen Krisen herausgeholfen hat. Dabei bin ich bei meiner Auswahl relativ minimalistisch eingestellt. Folglich will ich hier auch nur fünf, für mich essentielle, Bücher zum Thema Yoga vorstellen, die mich in meiner eigenen Praxis begleiten oder begleitet haben.

Licht auf Yoga B.K.S. Iyengar*

Mit diesem Buch fing es bei mir an, es ist ein absoluter Klassiker in der westlichen Yogaliteratur und bietet ausgezeichnete Grundlagen für die Praxis des Hatha-Yoga. Iynegar war ein Perfektionist, der jedes Asana sehr genau genommen hat. Und dies spiegelt sich auch in diesem Buch wider: es werden hunderte von Anleitungen zur Technik und deren Wirkung aufgezeigt, die es jedem Anfänger leicht machen die Grundlagen der Asanas korrekt zu erlernen. Zudem bietet es umfassende Hinweise zur richtigen Ausführung der Atemübungen (Pranayama) und deren Wirkung an. Die enthaltenen Bilder sind etwas oldschool, machen es aber auch irgendwie charmant. So mancher Instagrammaccount könnte sich da  noch etwas von der korrekten Ausführung der Asanas abschauen ;).

Die sieben geistigen Gesetze des Yoga – Deepak Choprah*

Ich bin ein riesen Fan von Deepak Choprah, weil es ihm gelingt diese jahrtausende alte Weisheit auf einer gewissen intellektuellen und doch sehr verständlichen Ebene zu erklären. Für ihn ist Spiritualität und Wissenschaft kein Widerspruch, sondern Teil voneinander. Im Buch „Die sieben geistigen Gesetze des Yoga“ geht es neben grundlegenden Fragen des „Wer bin ich und was will ich?“ vor allem um die Lebensphilosophie des Yoga (des Patanjali) und wie man diese in seinen Alltag integriert. Sein Fokus gilt dabei auf Übungen aus klassischen Asanas, Kundalini, Meditationen und Pranayamas. Mich hat dabei überrascht wieviel es dabei auch typischen Erfolgsbüchern gleicht: Sei es wenn er über Visualisierung schreibt oder die Ujayi-Atmung als Erfolgsatmung bezeichnet.

The Science of Yoga, William J. Broad*

Ich habe es noch in der englischen Version gelesen, seit einigen Jahren gibt es das Buch aber auch auf deutsch. William J. Broad geht mit einem kritischen Geist and das Thema Yoga heran und hinterfragt die Wirkungen dieser Praxis. Er gibt dabei eine typisch westliche Sicht wieder, die durchaus ihre Berechtigung hat. Er nennt zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Wirkungsweise des Yoga auf die Gesundheit, Fitness, Stimmung und sogar auf das Liebesleben. Für Kopfmenschen, die nach dem Motto „What’s in it for me?“-Denken leben, ist dieses Yoga Buch der ideale Begleiter. So manch kritischer Geist mag sich davon bereits zur Yogapraxis bewegen lassen, mir persönlich ist es jedoch etwas zu ego- und kopflastig. Amis eben.

Focusing Yoga, Barbara Franz*

Barbara Franz bietet mit ihrem Buch eine leicht zu erlernende Methode um Anspannung und Stress durch bewusste Körperwahrnehmung zu lösen.  Sie verbindet dabei yogische Weisheit mit westlicher Wissenschaft. Mit detaillierten Anleitungen am Ende jedes Kapitels bietet sie dem Leser einen Weg durch eigenes üben zu lernen, seinem inneren Gespür und Körper zu vertrauen, sich mit seinem inneren Kritiker auseinander zu setzen und bei sich selbst anzukommen. Insgesamt ein sehr schönes Buch für inneres Wachstum, Selbstbeobachtung und dem Erlernen von Gelassenheit in stürmischen Zeiten.

Yoga for emotional balance, Bo Forbes*

Ich kaufte mir dieses Yoga Buch vor einigen Jahren, als ich während meines Studiums an heftigen Angststörungen litt und zugleich absolut kein Interesse an klassischen Therapie-Methoden aufbringen konnte. Neben der Praxis bei einem ausgezeichneten Yogalehrer, war es die Lektüre dieses Buches, welche mir wirklich geholfen hat aus dem krankmachenden Leistungsdenken heraus zu kommen und wieder zu mir selbst zu kommen. Heute schmökere ich immer mal wieder eher aus Neugier darin und finde immer noch neue Erkenntnisse.  Neben wissenschaftlichen Grundlagen und detaillierten Beschreibungen der einzelnen Übungen, beschreibt sei auch sehr ausführlich ihre Methoden, die sie bei ihren (Angst)Patienten anwendet. Ich halte es weiterhin für eines der besten Ratgeber, wenn man durch Yoga seine emotionalen Ungleichgewichte balancieren will. Bisher erschien es nur auf Englisch.

Zu einem umfassenden Yogastudium gehört natürlich auch die Lektüre des Patanjalis und der Baghavad Ghita zu welchen es zahlreiche sehr ähnliche Ausführungen in deutscher und anderen Sprachen gibt.

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