Wie du deinen mentalen Zustand selbst bestimmst

Ich bin noch weit weg davon diese Fähigkeit wirklich gemeistert zu haben, aber ich spiele seit geraumer Zeit damit unterschiedliche mentale Zustände herbeizurufen: Produktivität, Fokus, Glück, Gesundheit und mehr.

Wenn du beispielsweise traurig bist oder dich nicht gut fühlst, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du dich nicht auf eine Aufgabe konzentrieren kannst, die dir wichtig ist, sondern lieber in deiner Komfortzone bleibst und dich ablenkst.

Unser mentaler Zustand hat auch Einfluss darauf ob wir Sport machen, uns gesund ernähren, zu viel Medien konsumieren, Alkohol trinken, freundlich oder unfreundlich zu anderen Menschen sind.

Deswegen ist es sehr wichtig, dass du deinen mentalen Zustand beobachtest. Es ist auch eine unbeschreiblich wichtige Fähigkeit, dich selbst in einen mentalen Zustand von vollem Fokus zu bringen, in welchem du kreativ sein kannst, meditierst, trainierst oder etwas tust, das dir wichtig ist.

In diesem Artikel möchte ich einige Wege zeigen wie es einfacher fallen kann sich in diesen mentalen Zustand zu bewegen, um seine eigenen Themen weiter voranzubringen. Und ich zeige dir eine weitere wichtige Fähigkeit: zu tun was nötig ist, egal in welchem Zustand man sich gerade befindet.

Sich in einen bestimmten mentalen Zustand bringen

Nehmen wir mal an du möchtest etwas bestimmtes schreiben (oder dich anderweitig auf eine Sache konzentrieren)…und um das zu tun möchtest du ruhig werden, fokussiert, stark und in einer positiven Grundhaltung.

Aber jetzt im Moment fühlst du dich eher wirr und leicht ablenkbar. Wie kommst du nun also in von einem Zustand in den nächsten?

Nun zunächst sollst du erstmal wahrnehmen, das du dich im falschen mentalen Zustand befindest. Es ist eher unwahrscheinlich, dass dieser dich dazu bring ruhig und fokussiert zu sein. Es bringt dich eher dazu dich in „Geschäftigkeit“ und Ablenkung zu verlieren, nicht aber in wirklicher Produktivität.

Darüber hinaus solltest du einfach mal herumexperimentieren was dich stattdessen von einem Zustand in den nächsten bringt. Das kann für jeden Menschen etwas anderes bedeuten und du findest es einfach durch ausprobieren heraus.

Beispielsweise können diese Taten dir dabei helfen dich in einen ruhigeren, fokussierteren Zustand zu bringen:

  • Meditation
  • Spazieren gehen
  • Aufstehen und Bewegen
  • Mit jemanden sprechen
  • Tee trinken
  • Ein Nickerchen machen
  • In die Natur gehen
  • Das Internet im Haus abschalten
  • Musik hören
  • Ein gutes Buch lesen
  • Schach spielen
  • Yoga

Es gibt so viele weitere Möglichkeiten, aber nun hast du eine Vorstellung davon was ich meine.

Eine weitere Möglichkeit liegt in der Achtsamkeit darauf nachzuvollziehen was dich herunterbringt und was dich motiviert. Wenn das Leben dir einen Streich spielt und dich von einem Projekt abhält, einer neuen Gewohnheit oder einer wichtigen Aufgabe…dann musst du dich selbst ermuntern. Und genau diese Macht deinen mentalen Zustand selbst zu ändern kann ist der Knackpunkt.

Du kannst das jeden Tag üben, über den Tag verteilt. Bringe Achtsamkeit in deinen aktuellen mentalen Zustand, frage dich was du gerne tun möchtest und welcher mentale Zustand dir dabei helfen könnte. Und dann experimentiere, finde deinen eigenen Weg dich dorthin zu bringen.

Übe und probiere dich aus, bis du in den Flow kommst, in den richtigen mentalen Zustand. Übung macht den Meister, genauso wie konstante Wiederholung.

 

Die Fähigkeit standhaft zu sein

Nun hast du also ein wenig mit den oberen Themen gespielt und wirst langsam immer besser darin, dich in einen bestimmten mentalen Zustand zu bringen, genau so wie du es gerade brauchst.

Nun kannst du weitergehen und dich in einer fortgeschritteneren Fähigkeit üben:

Das zu tun was du möchtest ohne deinen mentalen Zustand zu verändern.

Wenn es für dich nötig ist, erst in den perfekten mentalen Zustand zu kommen, mit den perfektem Umständen, um das zu tun wofür du dich auch anderen verschrieben hast…. dann ist das ein sehr fragiles Konstrukt. Es halt dich davon ab wirklich bedeutsame Dinge zu tun.

Ein System, in welchem du wirklich standhaft sein kannst und deine Dinge tun kannst, bedarf nicht des richtigen mentalen Zustands oder der richtigen Taten. Du bist eher einfach im Tun, egal unter welchen Bedingungen.

Nun ist das natürlich viel einfacher gesagt als getan. Aber ich glaube daran, dass wir uns in diesen Zustand „reintrainieren“ können.

Und so übe ich:

  1. Ich nehme wahr, dass ich in keinen idealen mentalen Zustand bin um in die Gänge zu kommen. Ich bin müde, traurig, abgelenkt usw.
  2. Ich frage mich selbst ob ich etwas wirklich tun will. Wenn es nicht so wichtig ist, dann kann ich es auf einen Moment verlegen, in welchem es besser passt. Wenn es mir sehr wichtig ist, dann tue ich alles was mir möglich ist, um voranzukommen (und dann kommt es auch nicht auf die Umstände an)
  3. Ich mache es möglich, egal in welchem Zustand. Wenn ich müde bin, dann ist das ok. Ich muss nicht super erholt sein, um zu meditieren, schreiben oder trainieren. Wenn ich nicht klar im Kopf bin, dann ist auch das in Ordnung. Ich kann trotzdem schreiben, auch wenn der Text dann nicht optimal ist, ich bleibe trotzdem am Ball.

Wenn ich beispielsweise schlechte Laune habe, kann ich trotzdem tun was nötig ist. Und trotzdem möchte ich hier eine kleine Warnung aussprechen: die Achtsamkeit mit sich selbst ist enorm wichtig, also auch die Fähigkeit sich etwas Gutes zu tun. Wenn ich merke, dass ich eine Erholung brauche, dann sorge ich in erster Linie für meinen Geist und Körper. Dann höre ich auf zu arbeiten und verweile ein wenig. Ich brauche das für mein langfristiges Glück und meine Zufriedenheit.

 

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