Wir lernen in der Schule über Goethes Liebeskummer und wie eine Amöbe aufgebaut ist, aber nicht wie wir unsere eigenen Finanzen in den Griff bekommen. Finanzielle Bildung wird nicht als Aufgabe des Staates angesehen und auch in vielen Haushalten ist sie nicht vorhanden. Die eigenen Finanzen werden daher vor allem von jungen Menschen schnell als anstrengend empfunden. Geld ist oft etwas das man nicht zur Genüge hat, es ist stressig und ein Tabuthema, so die Denkweise.

Dabei ist Geld per se gar nichts anderes ist als Energie: Man braucht es zum Leben und um sich kleine und große Wünsche zu erfüllen. Und so sollte man auch damit, genauso wie mit seinem Energiehaushalt, achtsam umgehen.

In diesem Artikel will ich einen Weg aufzeigen wie man aus diesem unangenehmen Gefühl herauskommen kann, „nicht genug Geld“ zu haben und eine gelassene Einstellung dazu zu entwickeln. Es ist ziemlich simpel, aber man braucht Klarheit über sich und eine gesunde Portion Selbstbeherrschung. Dabei ist es relativ egal wie hoch das Einkommen ist, wieviel die Eltern haben oder ob man doch noch mal im Lotto gewinnt. Vielmehr geht es um die persönliche Einstellung.

 

Sei dir selbst bewusst

Schaffe Klarheit

Mach Dir bewusst wo du stehst. Was sind deine monatlichen Einnahmen und Ausgaben? Hast du Schulden? Auch wenn die Realität grauer aussehen mag als die Pseudo-Glitzerwelt deiner Nachbarn, Instagram oder Netflix, ist sie immer noch deine aktuelle Wahrheit. Wenn du etwas verändern willst, musst du also zunächst den Status Quo annehmen.

Priorisiere deine Ausgaben

Welche Themen, für die du Geld ausgibst sind wirklich wichtig für dich? Auf was könntest du eigentlich verzichten, was nutzt du nicht, wo lebst du verschwenderisch? Kannst du bestehende Verträge mit günstigeren Alternativen vergleichen? Wo lassen sich unnötige Ausgaben über Kommunikation mit den richtigen Menschen vermeiden? Ausgaben zu streichen, die nicht wirklich nötig sind, kann ungemein beruhigend sein. Es ist so wie ausrümpeln, man befreit sich von Blödsinn und konzentriert sich auf Wesentliches.

Erhöhe deine Einnahmen

Denke in Lösungen. Hast du ein Hobby mit dem du dir ein Nebeneinkommen aufbauen kannst? Machst du etwas gerne, mit dem sich auch Geld verdienen lässt, beispielsweise Fotografieren, Unterrichten, Feiern oder Programmieren? Verkaufst du dich beruflich unter Wert? Auch hier wirst du merken, dass du nicht wirklich im Mangel bist, denn allein die Möglichkeit dazu, mehr zu verdienen beruhigt deinen Verstand. Habe also Spass am Tun, nicht am Konsum. (Yeah, ein Reim!).

Schaffe neue Gewohnheiten

Verzichte darauf mehr Geld als nötig auszugeben und lege den Rest deiner Einnahmen zurück, um deine Schulden abzuzahlen oder zu sparen. Setze Geld als reines Mittel zum Zweck ein. Sei auch nicht knauserig (um nicht in den Mangel zurückzukehren), aber bleibe stabil und unabhängig. Eröffne dafür neben deinem Haushaltskonto noch eines für deine Ersparnisse und automatisiere deine Einzahlungen am Monatsanfang darauf. Je weiter dein Sparkonto wächst, desto ruhiger wirst du innerlich. Unvorhergesehene Rechnungen oder blöde Chefs jucken dich viel weniger. Du gehst achtsamer mit deinem Geld und damit auch deiner Energie um, weil du den überblick behältst.

Stärke andere Lebensbereiche

Verlagere deine Gedanken und deine Gewohnheiten auf Bereiche, in welchen Geld kein Thema ist

Die schönsten Momente erleben wir doch mit Freunden und unserer Familie. Die besten Erinnerungen entstehen nicht, weil wir viel Geld ausgeben, sondern uns mit anderen Menschen in Verbindung fühlen. Mache Sport, lese Bücher, Meditiere und lerne Neues. Es gibt so vieles im Leben, bei dem Geld absolut keine Rolle spielt. Lenke deine Gedanken darauf und dein innerlicher Mangel verschwindet.

Nun hast du deinen Geist von der Geldfokussierung gelöst. Dir ist klar, dass dir viele Wege offen stehen, um deine Wünsche zu erreichen. Du wirst dir bewusst, dass du auf dem richtigen Weg bist. Es gibt genug für dich und du bist sicher.

 

Öffne dich für Neues

Wenn du nun noch oder auch gerade deswegen Energie hast, dann gehe nun einen Schritt weiter und öffne dich für Neues: neue Ideen, Menschen, Lebensmodelle. Bilde dich beruflich weiter, lerne und lege dir Gewohnheiten zu, die dich auch finanziell stärken. Weite deinen Geist und du wirst erkennen, dass Grenzen im Kopf entstehen und dort auf einer höheren Ebene gelöst werden. Lass auch zu, dass Geld in dein Leben kommen darf.

Vielleicht gelingt es dir nun auch vom klassischen Denken, Geld nur zu konsumieren (oder bei den Schwaben zu sparen) wegzukommen. Womöglich findest du auch Wege es zu investieren oder unternehmerisch tätig zu werden (das geht auch schon im kleinen). Hier besteht ebenfalls ein großes Potential für ein entspannteres Leben.

Neben diesem Artikel gibt es unzählige (vor allem auch englischsprachige) Blogs, Bücher, Podcasts, Youtube Videos und vieles mehr, die sich mit dem  Thema persönliche Finanzen wesentlich detaillierter beschäftigen als ich es in einem Artikel könnte.

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