Wie Yoga oft missverstanden wird

Es gibt so viel unterschiedliche Weisen wie Yoga in der westlichen Welt gesehen wird. Viele sehen darin Dehnungsübungen, halten es für Sport oder irgendwas, das vor allem Frauen dazu bewegt die Fitnessstudios zu belagern. Und so wird es dort leider auch oft eher unachtsam praktiziert. Zu viele Menschen, keinerlei Korrekturen der Lehrer und auch keine so wichtigen Entspannungsphasen zu Beginn, zwischen den Asanas (also den Übungen) und am Ende der Praxis. Je mehr man sich mit der Theorie beschäftigt, desto mehr erkennt man das holistische System, das dahinter steckt: Yoga ist mehr als (ein Ausgleich zum) Sport. Es ist eine jahrtausendealte Weisheit vom guten Leben und allem was darüber hinaus geht.

Ich kann verstehen, dass man dem Ganzen skeptisch gegenübersteht. Die Frage was es wirklich bringt scheint für manche auf Augenhöhe mit der Frage der Wirkungsweise von Globuli zu stehen. Auch die fremde Musik, die seltsamen Wörter in Sanskrit und dieses ganze Gesinge von Frieden mag für einen Menschen, der fest in seinen deutschen Tugenden verwurzelt ist, erstmal befremdlich wirken.

Wie du mehr über Yoga lernst

Letztendlich ist aber vor allem die eigene Praxis wichtig, um die Fähigkeit zu üben auch mal aus dem starren (deutschen) Denken herauszukommen. Indem man sich regelmässig auf die Matte stellt und diese Gewohnheiten verinnerlicht, ergibt sich das Verständnis für diese Philosophie von selbst. Wenn du noch ganz am Anfang stehst und Interesse an Yoga hast, dann beginne langsam. Suche dir Youtube Videos für Anfänger oder ein gutes Yogastudio in deiner Nähe. Übe für dich, vergleiche dich dabei mit niemandem und sehe es nicht als Wettbewerb an, möglichst flexibel oder biegsam zu werden. Letzteres ergibt sich irgendwann eher als Nebenergebnis von selbst, wenn du dich in Geduld übst und lernst dich in der Anspannung zu entspannen.

Was Yoga für mich bedeutet

Das Wort Yoga bedeutet Einheit, und so schafft man durch die Praxis Einheit mit seinem Körper, Geist und Umfeld. Für mich hat Yoga sehr viel bewegt, sowohl im Inneren als auch die Art und Weise wie ich die Welt sehe und wahrnehme. Manche nehmen Rauschmittel wie Alkohol, Zigaretten oder Ähnliches ein, um ihren Geist zu weiten oder zu entspannen. Ich stelle mich auf meine Matte oder mache Atemübungen (Pranayama). Mein Kopf wird dadurch jedoch stärker und auch die Langzeiteffekte sind wesentlich positiver. Irgendwann habe ich für mich erkannt, dass die Yogische Essenz sehr nahe zu meinen eigenen Prägungen und Werten steht. Auch Yoga erfordert Disziplin, Selbstbeherrschung, Durchhaltevermögen und einen gewissen Pragmatismus die Dinge so anzunehmen wie sie sind. Auch Yoga ist tief von dem Bedürfnis nach Individualität, Unabhängigkeit und Freiheit geprägt, nach dem Streben nach Glück.

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