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Was man an Weihnachten machen kann

Mein Bruder und ich haben am Weihnachtsabend ein Puzzle mit 1000 Einzelteilen gelöst. Was uns als Kind sehr viel vorkam, erschien uns nun irgendwie machbar, obwohl wir es noch nie zuvor versucht hatten, geradezu unspektakulär. Das Motiv wählten wir dabei sehr spontan. Ich muss ehrlich sagen, dass je mehr ich mich damit beschäftigte, ich umso mehr Interpretationen für dieses Bild fand. Es regte definitiv meine Fantasie an und an manchen Stellen fragte ich mich auch, ob ich es unterbewusst aufgrund meiner persönlichen Erfahrungen und Wünsche gewählt hatte. Je mehr ich über das Motiv nachdachte, desto mehr Zusammenhänge sah ich. Ich entdeckte die Familienforscherin, die Biologin, die Seefahrerin, die Erfinderin, die Psychologin, den Junkie, den Mönch und vieles mehr in mir und das nur weil ich ein einziges Puzzle lösen wollte.

Was wir wie Kinder machen

In jedem von uns steckt so ein Forschergeist, das sieht man vor allem daran, wie Kinder miteinander spielen. Genau wie Kinder nach Würmern im Dreck suchen und Schmetterlinge ganz genau beobachten, so können wir nach den passenden Puzzleteilen in unserem Leben suchen. Letztendlich haben auch wir meist, wie Kinder beim Spielen, mehr Freude daran neues zu entdecken, als bestehendes bewahren zu wollen. Zugleich brauchen auch wir immer wieder die Orientierung anhand eines klaren Bildes. Und auch wir haben eine starke Willenskraft und einen Drang zur Eigenschöpfung: selbst wenn der Bruder die Sandburg zerstört, bauen wir sie schnell wieder auf.

Wie Kinder einfach anfangen aus Bauklötzen ein Haus zu bauen, begannen wir an diesem Abend also Puzzleteile zusammenzulegen. Das einzige was wir uns vorgaben war der Rand. Wie Kinder interessierte es uns nicht in welchen Größenordnungen wir die Aufgabe lösten, für uns war die Komplexität die Gleiche. Wie Kinder gingen wir ohne Wissen um die Methoden nach bestimmten Mustern vor, und egal welche wir inne hatten, wären wir früher oder später ans selbe Ziel gekommen. Wie Kinder beim spielen, setzten wir uns irgendwo Grenzen, um uns Orientierung zu schaffen. Wie Kinder nutzten wir die Tools die wir hatten und fingen einfach an.

Wie Kinder wussten wir nicht, was wir eigentlich tun. Jeder machte das worauf er gerade Lust hatte mit dem Wissen, dass alle am selben Thema arbeiten, auf die eigene Weise, mit der eigenen zur Verfügung stehenden Zeit und dem eigenen Blick. Hätte ich nur mit mir selbst das Puzzle gelöst, ich hätte wohl angefangen über mathematische Lösungen nachzudenken und hätte mich daran erfreut. Ich wäre nicht schneller gewesen als jemand der kaum Schulbildung genossen hätte oder jemand der ganz anders aufgewachsen ist.

Was wir wie Kinder lernen

Wie Kinder erkannten wir, dass ein frischer Blick auf die Dinge, ein Perspektivenwechsel sehr hilfreich sein kann. Dass es genauso aber auch wichtig ist, für eine gewisse Weile einem Schema zu folgen, dass ein Bruch dieser Logik dann aber ebenfalls wieder Antrieb verschafft.

Wie Kinder erkannten wir, dass es fast egal ist, in welchen Dimensionen man denkt. Dass Zeit nicht linear mit der Menge an Puzzleteilen, die zusammengesteckt werden wollen, verläuft.

Wie Kinder erkannten wir, dass man Dinge manchmal am besten einfach ausprobiert und seiner Intuition folgt. Dass falsch zu liegen ok ist und dass manchmal einfach nur das Timing für ein bestimmtes Puzzleteil verkehrt ist. Dass man die einzelnen Puzzleteile so lange nicht vergisst, bis man einen richtigen Platz für sie gefunden hat.

Wie Kinder erkannten wir, dass es hilfreich ist Pausen zu machen, um einen frischen Blick auf die Dinge zu bekommen. Dass Geduld mit sich selbst und dem Thema sowie ein gutes Auge entscheidend sind.

Wie Kinder erkannten wir, dass kleine Belohnungen durch das Finden zusammenpassender Puzzleteile hilfreich sind, um am Ball zu bleiben. Dass der Mensch oft funktioniert wie ein dressiertes Tier: Wenn das Motivationslevel aufgrund fehlender Erfolgserlebnisse niedrig ist, kann ein neues (Puzzle)Teil neuen Mut verschaffen weiterzumachen. Dass der Mensch fähig zur Selbstanalyse ist und dass er diese nutzen kann, um mit Methoden- und Perspektivwechseln neue Räume zu entwickeln.

Wie Kinder erkannten wir, dass man noch keinen exakten Plan von seinem Werk haben muss, um damit anzufangen. Dass man so oder so im Laufe der Zeit Tools und Fähigkeiten dafür bekommt, Erfahrungen sammelt und sich seine eigenen Werte zurechtgelegt, um seinen eigenen Kurs weiter zu konkretisieren. Es muss nicht linear verlaufen, denn das wird es in den seltensten Fällen. Umso grösser ist dann die Freude wenn Unerwartetes zusammenfindet.

Was man 2019 damit machen kann

Jeder von uns hat etwas an dessen Kreation er sich begeistern kann. Was uns manchmal an der Umsetzung hindert ist unsere Vorstellungskraft. Manchmal wird sie auch durch unnötige Ängste blockiert, manchmal auch durch Unwissen oder Faulheit. Manchmal fehlt auch einfach der höhere Sinn. Wenn man das Leben wie ein ungelöstes Puzzle sieht, löst sich vieles davon auf dem Weg. Ein Puzzle kann symbolisch für vieles stehen. Sei es für ein Vorhaben, das man im kommenden Jahr umsetzen will, eine Erfahrung die man verarbeitet oder etwas neues lernt: Das wichtigste ist, damit anzufangen und Spaß an der Umsetzung zu haben.

Was ist dein Puzzle in 2019?

Hier gibt es noch mehr Puzzle:  Dieses PUZZLE und dieses Puzzle.

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