Folgst du Smooth&Flexible schon auf Instagram?

Was ist Angst?

Angst. Dieses fiese Gefühl, das hochkommt, wenn wir uns verletzlich fühlen. Dieses Gefühl, das aus uns selbst heraus kommt und uns Geschichten darüber erzählt, die so real erscheinen, dass wir oft glauben was es uns sagen will. Dieses Gefühl, das so tief in unserem Inneren sitzt, dass du dich diesem oft eher fügst, als es selbst herauszufordern.

Woher kommt Angst?

Angst sitzt in jedem von uns, sie ist Teil dessen was wir als Mensch an Erfahrung sammeln. Und trotzdem sollten wir uns stets die Frage stellen, woher dieses Gefühl kommt und ob es unser Leben dominiert. Wie kommen Menschen durch die Angst und sind danach nicht nur noch am Leben, sondern sogar glücklicher als zuvor?

Was macht man mit Angst?

Vielleicht ist es nicht die Angst selbst, um die du dir Gedanken machen solltest, sondern darum wie du mit diesem Gefühl umgehen lernst. Angst wird immer ein Teil deines Lebens sein, aber sie muss nicht den Platz einnehmen, den du ihr aktuell zugestehst.

Was wäre, wenn Angst für dich zu einer treibenden Kraft wird, statt dich zu lähmen?

Deine Ängste können dich überfordern und deren Wurzeln können sehr tief liegen und schwierig zu überwinden sein. Die meisten von ihnen stammen aber aus irrationalen Gedanken, die dich daran hindern ein glückliches und erfülltes Leben zu führen. Ich will damit nicht sagen, dass du die Erfahrungen, die du gemacht hast einfach auf die Seite schieben sollst. Für dich sind deine Ängste real, genauso wie meine für mich sind. Und manchmal sind sie auch berechtigt. Du solltest dein inneres Alarmsystem nicht vollständig ausknipsen. Aber die Herausforderung ist, zu lernen sie erst zu identifizieren und sich ihnen dann zu stellen.

Kategorisiere deine Angst

Eigentlich kann man, wenn man es simpel halten will, Angst in zwei Kategorien stecken: Entweder sind es Überlebensängste oder sie sind irrational. Überlebensangst ist etwas, das du erfährst, wenn du vor einer tiefen Klippe stehst oder ernsthaft krank bist. Beispiel für eine irrationale Angst ist, wenn du eine berufliche Veränderung als Ende der Welt betrachtest und dich dadurch lähmen lässt. Sobald du dir dieser Emotion und Situation bewusst bist, kannst du entsprechende Schritte umsetzen und Kontrolle über diese Emotionen zurückgewinnen.

Sei dir bewusst woher deine Angst kommt

Sei dir auch bewusst, dass wir unser Nervensystem immer noch das eines Steinzeitmenschen ist. Unser Körper wurde mit einem automatischen Meldesystem geboren, dass auf scheinbare Gefahren hinweisen will und unseren Vorfahren dazu gedient hat zu überleben. Wenn diese vor einem Angreifer standen, meldete sich das Angstzentrum in unserem Gehirn (auch Amygdala genannt) um Signale auszusenden, die Stresshormone auslösten und damit physiologische Veränderungen wie einen erhöhten Herzschlag, Schwitzen, Schnellatmung und Muskelanspannung erzeugten. Dein Körper wurde auf den Kampf-und-Fluchtmodus konditioniert, welcher dir nur die Option ließ zu kämpfen oder wegzulaufen. Für deine Vorfahren war das ein Dauerzustand aus Jagen, Fliehen und ums Überleben kämpfen.

Angst gehört dazu

Was sich in Gegensatz zu unserem Nervensystem jedoch stark verändert hat, ist die Welt in der wir leben. Heute werden wir nur in sehr seltenen Fällen von Löwen und Tigern angefallen und auch der Zugang zu Essen und Trinken ist deutlich einfacher geworden. Trotzdem wirst du mit anderen Ängsten konfrontiert, zumindest will dir das dein Steinzeitgehirn weis machen.

Du hast dauernd mit stressigen Situationen zu tun, die du wenig beeinflussen kannst, beispielsweise wenn du im Stau stehst. Oder du kannst sie beeinflussen, beispielsweise wenn du über Vergangenes oder Zukünftiges nachdenkst. In diesen Situationen weißt du rational, dass du nicht in Lebensgefahr schwebst, aber ein Teil deines Gehirns lässt trotzdem die Alarmglocke läuten. Deine Amygdala und der Rest deines Nervensystems funktionieren also super gut. Dein Körper geht in den Kampf-und-Fluchtmodus und für ihn ist es gleich ob es eine wirkliche lebensbedrohliche Situation ist oder etwas eher gewöhnliches – es fühlt sich gleich an.

Mancher von uns lebt in einer Dauerschleife dieses Kampf-und-Fluchtmodus. Stell dir vor was das mit deinem Kopf und deinem Körper auf Dauer macht. Diese Stressreaktion war ursprünglich dazu gedacht auf eine wirkliche Gefahr hinzuweisen und nicht zu einem Dauerzustand zu werden. Chronischer Stress ist ein Hauptproblem unserer Gesellschaft und führt zu psychischen und physischen Krankheiten, inklusive Süchten. Die westliche Welt ist stressig. Es gibt so viel Leistungsdruck, der häufig von dem wohlbekannten Gefühl der Angst vor dem Scheitern, beurteilt werden, abgelehnt werden oder Erfolg begleitet wird.

Sei dir selbst bewusst

Angst begrenzt dich auf so viele Weisen. Wenn dein Körper angespannt und beklemmt ist, dann wirkt sich das auch auf deinen Geist aus. Es wird für ihn schwierig andere Optionen zu sehen und seine Aufmerksamkeit lenkt auf das was direkt vor ihm liegt. Kennst du diese Dauerschleife die sich in deinem Kopf abspielt und die unangenehme Gefühle mit sich bringt? Was du lernen solltest ist, diese wahrzunehmen und dir bewusst zu werden, dass diese Gedanken nicht deine Realität sind. Was du aber auch neben einem Geist brauchst, der zwischen realem und irrealem unterscheiden kann ist, der Respekt vor der Tatsache wo du gerade im Leben stehst. Erlaube es dir Zeit und Raum dafür zu nehmen und Stress zu heilen.

 

Wie Angst zu Motivation wird

Aufschreiben

Um mit deinen Ängsten klar zu kommen, kannst du einfach ein Stück Papier nehmen und deine Gedanken runterschreiben. Unterteile deine Ängste in zwei Bereiche: Überleben und irrational. Du wirst relativ schnell herausfinden, dass der Grossteil irrational ist. Ein Beispiel: Du willst etwas Neues lernen, hast aber Angst, dass du dafür zu alt bist und mit anderen nicht mithalten kannst? Woher kommt diese Angst? Wer hat sie dir eingeredet? Niemand. Stattdessen verlierst du dich in einer Schleife aus „Was wäre wenn?“ und kommst gar nicht zu dem was du willst. Lerne deine Ängste kennen und sie zu verstehen.

Gehe auf die Meta-Ebene

Sobald du diese Liste hast, gehst du mental einen Schritt zurück und betrachtest sie aus der Vogelperspektive. Nimm wahr wieviel Potential da noch verborgen ist. Das Gegenteil von eingebildeter Angst ist wahre Freude. Zum Glück gibt es die Möglichkeit, dass du trotz Angst die Motivation findest, das zu tun worauf du Lust hast. Auch dann wenn es zu Beginn wirklich furchterregend scheinen mag.

Baue eine neue Realität für dich auf

Wenn du dich unwohl fühlst oder bedroht, dann versuche mal folgendes zu machen: Versuche mit deiner Angst eine neue Beziehung aufzubauen, eine die dich an ihr wachsen lässt. Und das gelingt dir beispielsweise wie folgt:

Atme in den Moment

Es ist so einfach sich in Gedanken zu verlieren. Nutze deinen Atem, um deinen Geist und Körper zu beruhigen. Atme für einige Sekunden ein, mache eine kurze Pause und atme für einige Sekunden aus. Meditiere.

Nimm deine Gedanken und Gefühle wahr

Woran denkst du gerade? Was ist passiert? Wie fühlst du dich? Es kann sein, dass du gelernt hast deine Gefühle und Gedanken auf die Seite zu schieben. Um sie wirklich aufzulösen und zu heilen, musst du sie aber zunächst wahrnehmen. Versuche mal zu dir selbst zu sagen „Ich fühle mich überwältigt/überfordert/ängstlich/traurig/…“. Tu so, als würdest du dich mit jemandem darüber unterhalten. Lass diese Emotionen raus, statt sie zu unterdrücken.

Interpretiere sie um

Es ist wichtig dir bewusst zu sein, woher deine Angst kommt, um dich vor Gefahren zu schützen. So kann sie wirklich nützlich für dich sein.

Aber versuche den irrationalen Teil daran umzuinterpretieren. Lege deine Hand an die Stelle an der du diese Angst spürst, beispielsweise an deinen Brustkorb oder Bauch. Stelle dir dabei folgende Fragen:

  • Bin ich wirklich in Gefahr? (Meistens lautet die Antwort Nein)
  • Was will mir mein Gefühl sagen?
  • Was kann mir passieren und was wäre daran positiv?

Wenn deine Antworten nicht sofort kommen, ist das in Ordnung. Es kann auch sein, dass zunächst dein Köper darauf reagiert. Du kannst auch erstmal damit beginnen deiner Angst dankbar zu sein indem du dir sagst „Danke, dass du mich beschützen willst, aber es geht mir gut“ oder „Danke, dass du dafür sorgst, dass ich mein Bestes gebe“.

Es braucht ein wenig Übung um so mit sich selbst zu kommunizieren.  Wichtig ist, dass du eine Beziehung zu deiner Angst aufbaust, statt von ihr wegzulaufen.

Betrachte deine Angst als Ratschlag an dich selbst

Du wirst bewusst oder unbewusst von deinen Gefühlen geleitet. Und es gibt durchaus etwas Gutes, das man über das Bauchgefühl sagen kann: es kann dir gut dienen, wenn du darauf hörst. Zugleich gibt es auch so viel was ungewiss dabei ist und das kann Angst machen. Wenn du ängstlich bist, dann will dir dein Bauch etwas damit sagen. Sei dir bewusst darüber, was diese Nachricht sein könnte, indem du dir diese Fragen stellst:

  • Was hält dich auf?
  • Was ist das schlimmste, was passieren könnte?
  • Wenn alles so bleibt wie es ist, wie würde ich mich dann fühlen?
  • Wie würde ich mich fühlen, wenn ich ins Handeln käme?

Mit der Zeit wird Angst zu einer guten Freundin, die dir Ratschläge gibt und die deine tiefsten Wünsche kennt.

Komm in die Umsetzung

Sobald du dir deiner Ängste bewusst bist, kannst du ins handeln kommen. Das kann ein harter Schritt sein, aber auch sehr wichtig. Es ist das Eine darüber nachzudenken was getan werden muss, doch wirkliche Veränderung kommt nur, wenn du den ersten Schritt machst. Sobald du losgehst, baust du Momentum auf und kommst an Orte und in Situationen die du nicht für möglich gehalten hättest.

Du hast es verdient ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Manchmal heisst das auch einen Schritt in eine Richtung zu machen vor der man Angst hat, wissend, dass es genau das richtige für dich ist.

Es wird immer Herausforderungen im Leben geben, und wenn du Angst als Navigationssystem siehst statt als deine Feindin, wird es dir einfacher fallen diese Herausforderungen zu meistern. Oder mit den Worten von Albert Einstein: „Man kann Probleme nicht auf die gleiche Art und Weise lösen, wie sie entstanden sind.“ Du kannst Angst nicht durch mehr Angst lösen. Lerne sie stattdessen anzunehmen, nimm wahr was sie mit dir macht und handle dann aus einem Ort der Liebe und Dankbarkeit heraus.

Erhalte stille Momente von Smooth&Flexible per Email

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.