Folgst du Smooth&Flexible schon auf Instagram?

Warum wir uns nicht konzentrieren können

Unser Arbeitsleben ist voll von Stress, Prokrastination, dem Beantworten von Nachrichten und jeder Menge Ablenkung. Wir verlieren uns in Gesprächen oder Gedanken, kommen vom Hundertsten ins Tausendste und verlieren dabei häufig den Fokus.

Da wird es schwierig achtsam zu bleiben und sich auf die wesentliche Arbeit zu konzentrieren.

Und doch wollen viele von uns genau das: Arbeit die Bedeutung gibt, Sinn macht, Fokus und Achtsamkeit.

Wir wissen das und trotzdem haben wir Probleme damit dies umzusetzen. Aber warum? Was hält uns davon ab unser Leben mit fokussierter und achtsamer Arbeit zu füllen?

Ich will hier darüber schreiben, warum wir uns so schnell ablenken lassen und wie wir mehr Achtsamkeit in den Prozess der Fokusfindung bringen können. Auch um mehr Bedeutung in seinem eigenen Tun zu finden.

Wenn wir darüber nachdenken was wir die letzten Tage gemacht haben, dann würden die meisten von uns sagen, dass sie mehr prokrastiert haben als sie wollten. Oder sie waren super beschäftigt, haben tausend Dinge gemacht, lauter Entscheidungen getroffen und waren trotzdem nicht sonderlich achtsam in diesem Chaos.

Was ist da los? Einiges:

  1. Wir haben Angst uns zu fokussieren: Sich auf die Arbeit, die man liebt, zu fokussieren ist hart. Sie ist voller Ungewissheit, sie kann unangenehm sein. Wir wollen sie machen, aber wollen nicht in dem Moment verweilen in dem wir uns nicht im klaren darüber sind, was als nächstes passiert. Darum bleiben wir lieber in der Komfortzone und lenken uns ab.
  2. Wir haben Angst zu simplifizieren: Um sich auf etwas zu fokussieren muss man all das loswerden, was ablenkt. Dazu ist es notwendig auch mal Nein zu sagen zu Social Media, Nachrichten, Emails, zum Telefon oder einfacheren Aufgaben. Diese Art der Simplifizierung ist für viele Menschen unangenehm. Und der Mensch ist darauf ausgerichtet nach dem Angenehmen zu suchen und Unangenehmes zu meiden.
  3. Wir werden ständig von unserer Arbeit weggezogen: Kann sein, dass du dich in eine Situation begeben hast, die es dir erlaubt dich zu fokussieren und die Dinge zu simplifizieren…aber dann wird deine Aufmerksamkeit auf etwas anderes gerichtet. Sooo viele Nachrichten, so viele glitzernde Ablenkungen, so viele Popups auf deinem PC…Und deine Aufmerksamkeit hüpft wie ein kleines Äffchen von einem Baum zum nächsten. Manchmal sind es wirklich einfach die technischen Dinge um uns herum, die auf diese Aufmerksamkeit bestehen. Aber wir erlauben es ihnen ja auch.
  4. Wir sind uns unsicher welchen Weg wir gehen sollen: Wir wissen, dass wir uns auf eine Sache fokussieren sollten, aber dann wären da ja auch noch die anderen wichtigen Dinge? Oder die anderen drei Sachen, die eigentlich mehr Spass machen… Oder diese Mail die noch gelesen werden sollte. Wir haben Angst etwas wichtiges zu verpassen, uns für die falsche Sache zu entscheiden, wenn doch so viele Optionen bestehen. Diese Ungewissheit kann blockieren oder dazu führen, dass wir ständig unsere Meinung ändern über das was gerade am wichtigsten erscheint.

Ok, wir sind uns also einig, dass es sich dabei um Angst, Ungewissheit, Unwohlsein und Ablenkung handelt. Es führt dazu, dass wir uns nicht konzentrieren können. Wir bekommen wie da nun die Achtsamkeit hinein, um diese Trigger aufzulösen?

Bringe Achtsamkeit in dein Leben

Bewaffnet mit diesem Wissen um uns selbst, werden wir einen Schritt weitergehen und uns mit Achtsamkeit ausstatten. Wir wollen ein Leben führen, das uns bedeutungsvolle Arbeit gibt und dafür ist es wichtig achtsam zu sein.

Zu allererst sollten wir uns bewusst sein, dass es einfach auch ok ist Angst zu haben. Es ist ok, nach den angenehmen Dingen im Leben zu streben, sich ablenken lassen zu wollen. Es ist ok die Ungewissheit zu spüren. Deswegen sind wir keine schlechten Leute, das ist einfach menschlich. Stattdessen können wir diese Gewohnheiten von außen betrachten und ihnen mit bedingungsloser Freundlichkeit begegnen.

Lass uns Achtsamkeit üben, indem wir uns eine Reihe Fragen stellen.

  1. Was ist die beste Art diesen Tag zu strukturieren?

In dieser Frage geht es darum herauszufinden, sich zu fragen, ob es wirklich gut ist von einer Messenger-App zur nächsten zu springen, eine Email nach der anderen zu durchforsten, auf Social Media zu gehen, dauernd Nachrichten oder Blogs zu lesen und sonstige kleine Aufgaben zu erledigen. Das füllt den Tag ungemein, aber führt sicher nicht dazu sich auf wesentliche Arbeit zu konzentrieren.

Seit ich mir diese Frage beantwortet habe, gehe ich achtsamer mit meiner Zeit um. Ich erkenne wohin meine Aufmerksamkeit geht und versuche sie immer wieder zu meinem Fokus zurückzubringen und meine Themen zu simplifizieren. Manchmal klappt das auch nicht, aber diese Fragestellung bringt mich näher zum Wesentlichen.

  1. Auf was will ich mich fokussieren?

Tatsächlich stellen sich die wenigsten Menschen diese Frage, wenn sie in den Tag starten oder durch den Tag gehen. Aber sie führt dazu, dass du von Themen wie „Was soll ich jetzt nochmal machen?“ oder „Was kann ich jetzt noch schnell erledigen?“ hin zu folgender Frage gehst: „Was ist die bedeutsame Arbeit, die ich jetzt tun will und auf die ich meinen ganzen Fokus setze?“

In anderen Worten: Was ist dir wichtig? Welchen faulen Zahn willst du der Welt ziehen? Und was kannst du jetzt dafür tun, damit dieser Zahn gezogen wird?

Die Frage führt dazu, dass du sehr oft Nein sagst. Du sagst Nein zu den tausend anderen Dingen und Nachrichten und Ja zu deiner bedeutsamen Arbeit. Du sagst Ja zu Fokus und Achtsamkeit.

  1. Warum konzentriere ich mich nicht darauf?

Wenn du weißt worauf du dich konzentrieren willst und du daran arbeitest, dann ist das toll! Aber wenn du es nicht machst…woran liegt das dann? Was steht dir im Weg? Wovor hast du Angst? Wo bleibst du zu sehr in der Komfortzone mit dir selbst?

Wenn du den Grund identifizieren kannst vor dem du wegläufst, dann verweile in dieser Situation. Erlaube dir selbst auch die Angst dabei zu spüren, aber bleib dabei, freunde dich mit ihr an. Und kehre dann in deinen Fokus zurück, mitten in diesem Unwohlsein. Lass diese Angst dich freundlich führen. Das bedeutet einfach, dass du noch lebst und dich immer weiter aus deiner eigenen Komfortzone heraus begibst, zu dem was dir wirklich wichtig ist. Dann nämlich kreierst du bedeutsame Arbeit, statt von ihr wegzulaufen. Schön oder?

  1. Was ist meine Intention während ich mich fokussiere?

Stelle dir diese Frage, wenn du mit einer Fokussession beginnst. Selbst wenn sie zunächst nur 10-20 Minuten andauert, hilft dir das eine neue Gewohnheit zu etablieren. Setze einen klaren Anfang und ein klares Ende. Vielleicht willst du zu Beginn noch etwas bestimmtes machen, eine Art Ritual? Streck dich zum Beispiel, lächle und setze dir eine Intention. Ich meine damit kein Ziel, sondern etwas wie du mit deiner kommenden Aufgabe umgehen willst. Beispielsweise könntest du dir sagen „Ich will bei dieser Aufgabe fokussiert bleiben und mich selbst in diese Ungewissheit begeben. Das mache ich für die Menschen, die ich gern habe und denen ich etwas gutes tun will. Dabei bleie ich jederzeit präsent.“

  1. Wie ist dieser Moment in dem ich in Ruhe arbeite?

Nun bist du also mitten in der Fokussession. Sei mit Achtsamkeit dabei, mit Neugier und Aufmerksamkeit.

Mache dir die Situation bewusst, indem du dich Folgendes fragst: Wie fühlt sich das gerade an? Welche Empfindungen kann ich wahrnehmen? Wie fühlt sich mein Herz an während ich diese großartige Sache voller Ungewissheit hier mache?

Sei neugierig, wenn du merkst, dass du zwischen deinen Aufgaben wechselst oder davor wegläufst. Frage dich „ Was kann ich tun, wenn ich von dieser Aufgabe weglaufe, obwohl ich dran bleiben will?“ Die Wahrheit ist, dass wir das nicht wissen. Wir denken, wir wissen schon, dass wir sie nicht mögen werden, aber eigentlich haben wir keinen Plan davon wie es wirklich sein wird, bis es tatsächlich passiert. Gehe also mit einer Haltung aus Neugier in die Situation und finde es selbst heraus. Begegne der Aufgabe mit einem offenen Geist. Es kann passieren, dass du während deiner bedeutsamen Arbeit ein kleines Wunder entdeckst, das du nicht erwartet hast.

 

Nun kannst du das für deine bedeutsame Arbeit machen oder auch für jede Aufgabe. Sei es beim Beantworten von Emails, Nachrichten, beim Lesen von Onlineartikeln oder während du bewusst über eine Entscheidung nachdenkst.

Indem du Bedeutung und Achtsamkeit in deine Arbeit bringst, wird sie zu einem Ort der Freude. Erlaube dir selbst dieser mit einer Intention, Neugier, einem Forschergeist und ganz viel Liebe zu begegnen.

 

So, und wenn du nun immer noch nicht weißt was du machen sollst, um dich besser auf das Wesentliche zu konzentrieren, dann empfehle ich dir folgendes Buch: Viktor E. Frankl, Der Mensch vor der Frage nach dem Sinn. 

Erhalte stille Momente von Smooth&Flexible per Email

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.