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Jeder von uns hat sein eigenes „Guilty Pleasure“, sei es das Feierabendbier, die Zigarette zwischendurch oder die Schokolade, die sich viel zu schnell an die Hüften anschmiegt. Wir wissen auch selbst, dass das nicht gut für uns ist und nehmen uns dann vor allem gerne in Form von Neujahresvorsätzen vor etwas zu ändern:

Sei es ein gesundheitliches, finanzielles, familiäres oder berufliches Ziel: Der Wunsch ist da und doch werden wir so schnell inkonsequent. Ganze Geschäftsmodelle funktionieren auf dem Prinzip, dass sich Menschen Ziele setzen und sie nicht umsetzen. Viele Fitnesstudios zum Beispiel: zu Beginn ist die Euphorie groß, man trainiert regelmäßig und nach einer Weile lässt die Motivation wieder nach, gezahlt wird weiterhin. 

Was wir also wirklich brauchen sind Gewohnheitsänderungen, viel mehr als kurz entschlossene und halbherzig umgesetzte Vorsätze. Wir brauchen Methoden um unsere fest eingefahrenen Muster zu durchbrechen.

Wie lassen sich also neue Gewohnheiten in unserem Leben etablieren, die nachhaltig und langfristig viel verändern können?

Hier ein paar Ideen:

Finde einen tieferen Sinn

Frage dich, was du mit deiner neuen Gewohnheit erreichen willst. Warum tust du was du tust? Es sollte mehr sein, als ein einfaches „Yeah das ist cool“, „Ich will anderen gefallen“ und ähnliches.

Der Hauptgrund dafür, dass ich ziemlich überzeugt bin von dem was ich tue, liegt darin, dass in in meinen Taten einen höheren Sinn finde und dass mir dabei ziemlich gleichgültig ist, was andere von mir denken.

Hier ein Beispiel:  Ich halte niemals Diät oder achte auf mein Gewicht, weil ich mich per se gesund ernähre. Ich ernähre mich gesund, weil ich mich hauptsächlich vegan ernähre. Ich ernähre mich vegan, weil es für mich ein ethisches Thema ist, ich einen tiefen Sinn dahinter finde, Tieren kein Leid zuzufügen. Zudem ist es eine yogische Lebenshaltung gemäß der Yamas, in diesem Fall das Nichtverletzen (Ahimsa) wollen.

Für mich steht also das „Warum“ an erster Stelle, mehr als das „wie“. Dein Warum sollte aus dir selbst heraus kommen, ein tiefer Wunsch sein, etwas an dir oder deinem Umfeld zu verändern.

Akzeptiere, dass es auch mal unangenehm ist:

Ich habe ein paar Macken, insgesamt bin ich aber ziemlich konsequent und zufrieden mit meinen Vorhaben. Eine große Schwäche habe ich aber: Kaffe. Dass ich körperlich süchtig bin, habe ich letztes Jahr Anfang März im Ashram leidvoll erfahren dürfen. Seit Jahren trank ich jeden Morgen und Nachmittag eine Tasse Kaffe und nun war es das erste Wochenende in dem ich auf Kräutertee umsteigen sollte. Ich hatte die krassesten Entgiftungserscheinungen und richtig heftige Kopfschmerzen. Unschön. Mir wurde bewusst, dass ich damit in einem ungesunden Zustand lebte und ich etwas verändern sollte.

Nach und nach gelang es mir  in 2018 meinen Kaffekonsum einzuschränken. Es war vor allem am Anfang eine ziemliche Quälerei. Neben den sozialen Rechtfertigungen bei meinen Arbeitskollegen gab es auch körperliche Ermüdungserscheinungen und Suchtfantasien. Nach einer Weile gelang es mir, mich auf eine Tasse am morgen zu beschränken. Meine innere Rebellin ist jedoch immer noch nicht ganz besänftigt. Dieses Jahr, im zweiten Ausbildungsjahr meiner Yogaschule, soll ich nun vollständig darauf verzichten, ebenso wie auf Fleisch, Alkohol und sonstige Späße. Letztere Punkte werden mir deutlich leichter fallen als der Verzicht auf die morgendliche Koffeindröhnung. Ich bin gespannt.

Was ich damit sagen will ist, dass jede Veränderung, auch die guten, manchmal unangenehme Begleiterscheinungen mit sich bringen. Viele davon verschwinden wieder, viele sind “nur” im Kopf ansässig oder werden irgendwann nicht mehr als unangenehm sondern positiv wahrgenommen. Es lohnt sich also auch mal ein wenig aus seiner Komfortzone auszubrechen, auch mal etwas auszuhalten, wenn langfristig positives dadurch entsteht.

Mache kleine, geduldige Schritte

Wenn du mehrere Themen in deinem Leben verändern willst, dann beginne zunächst nur mit einer Aufgabe. Nimm dir beispielsweise 30 Tage für ein Thema vor (Meditieren lernen,  vegetarisch ernähren, keinen Kaffe trinken, um 6 Uhr morgens aufstehen.)

Nimm dir nicht zu viel auf einmal vor und erwarte keine schnellen Veränderungen. Mache weniger an dem Thema, als du vielleicht könntest, aber bleibe dafür über lange Zeit am Ball. (Beispiele: meditiere in den ersten 4 Wochen für 5 Minuten, in den nächsten 4 Wochen für 10 usw. Oder lasse zunächst das rote Fleisch weg und später auch das weiße. Trinke weniger starken Kaffe, steige auf koffeinfreien Kaffe um und irgendwann auf Früchtetee. Stelle den Wecker jeden Tag fünf Minuten früher)

Schreibe dein Ziel auf

Manifestiere dein Ziel schriftlich. Schreibe die Meilensteine ebenfalls auf. Beispiel: Bis Ende Januar 2019 verzichte ich auf tierische Nahrung und Alkohol. Jeden Abend notierst du wie weit du es bereits geschafft hast. Freue dich, sei stolz auf dich. Plane Rückschläge ein (Omas Wurstbrot ist eben sehr verführerisch, ich weiß) und lass dich trotzdem nicht von deinem Ziel abbringen.

Visualisiere deinen Traumzustand

Beobachte deine Gedanken. Beobachte, wenn deine Gedanken in alte Gewohnheiten fallen. Nimm es zunächst wahr.

Dann stelle dir diese Frage: Was ist das Ergebnis, wenn du die neue Gewohnheit in deinem Leben etabliert hast?

Dabei kann dir eine bestimmte Form von Meditation sehr helfen. Dein Geist unterscheidet dabei nicht zwischen realem Geschehen und dem was du visualisierst. Er wird eine Lösung finden, wenn du ihm deinen Traumzustand vorgibst. Ersetze altes Denken durch deine Wunschgedanken. Dazu werde ich in den kommenden Wochen mehr schreiben. Also bleib am Ball ;).

Tausche dich mit Gleichgesinnten aus

Sei es in deinem direkten Umfeld, über Apps oder andere soziale Netzwerke: Zusammen kann man häufig mehr erreichen als alleine. Man leidet gemeinsam und freut sich über die erreichten Zwischenziele, man fühlt sich Willkommen und auf dem richtigen Weg. Suche dir tolle Menschen mit denen du deine Ziele erreichen wirst und der Spaßfaktor steigt.

Belohne Dich

Dein Kopf braucht Belohnungen, um am Ball zu bleiben. Suche dir etwas Gesundes, womit du dich in Maßen belohnen kannst. Wenn du einen Monat kein Fleisch gegessen hast, dann gönne dir beispielsweise ein geniales vegetarisches 3 Gänge Menü bei deinem Lieblingsitaliener. Wenn du an diesem Wochenende wieder auf Alkohol verzichtet hast, dann genieße frisch gepressten Orangensaft umso mehr.

Sei konsequent, wiederhole und steigere Dich

Rom wurde nicht an einem Tag gebaut, von einmal meditieren wirst du kein fokussierter Ninja, von einmal Gemüse schnibbeln kein Veganer. Trotzdem lohnt es sich, wenn du besser heute als morgen damit anfängst und am Ball bleibst.

 

Egal was du dir vorgenommen hast, ich wünsche Dir, dass du deine Ziele in 2019 mit Freude und Leichtigkeit erreichst und vor allem Spaß auf deinem Weg hast! Frohes neues Jahr!

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