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Warum du dich selbst aus dem Fokus nehmen solltest

Wenn wir so den Tag reflektieren, dann erzählen wir uns dabei eine Geschichte darüber was passiert ist. In dieser Geschichte steht ein einziger Mensch im Fokus: wir selbst.

Wenn ich mit mir selbst im Gespräch bin darüber, wie jemand mich schlecht behandelt hat, wenn ich mir selbst sage, dass es ok ist alles vor mir her zu schieben weil ich müde bin oder nicht in der Stimmung…. dann bin ich in dieser Geschichte das Zentrum. Das ist eine immer weiter fortgesetzte Serie an Geschichten in meinem Leben und das was um mich herum passiert, steht immer mit mir selbst im Kontext.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass du das selbst auch kennst. Auch du bist im Fokus deines eigenen Films. Das ist ganz normal und nichts ist falsch daran.

Aber manchmal ergeben sich daraus Schwierigkeiten, wenn man nur in dieser selbstfokussierten Welt lebt:

  • Jegliche Handlung unserer Mitmenschen wird zu uns in Bezug gesetzt, entweder sie hilft und oder schadet uns. Entweder sie gibt uns was wir wollen oder steht uns im Weg damit. Deren Handlungen haben aber in Wirklichkeit sehr wenig mit uns zu tun, sondern mit ihnen selbst, denn es ist ihre Geschichte aus ihrem eigenen Universum. Wenn wir die selbstfokussierten Handlungen aus unserer selbstfokussierten Linse sehen, dann machen sie wenig Sinn, frustrieren, verletzen oder ärgern uns.
  • Wenn jemand etwas sagt, das uns in Frage stellt dann haben wir schnell das Gefühl uns rechtfertigen zu müssen. „Ich bin ein guter Mensch“denken wir, “Und die anderen sollten nicht davon ausgehen, dass ich es nicht bin“. Auch diese Interpretation ist einfach nur selbstfokussiert. Wir könnten auch anfangen, es aus der Perspektive der anderen Person zu sehen und was es über diese Person aussagt. Und wenn wir versuchen zu verstehen von welchem Standpunkt sie kommt, anstatt nur zu sehen was es über uns aussagen soll, dann sind wir automatisch weniger abweisend und verletzt.
  • Wir interpretieren alles um uns herum, vom schlechten Wetter bis zu dummen Kommentaren im Internet, auf eine Weise wie es uns tangiert. „ Das ist schlecht für mich“ denken wir. Wir könnten uns natürlich auch aus der Geschichte herausnehmen und sehen, dass Dinge eben in der Welt passieren, neugierig darüber sein und versuchen sie zu verstehen und auch, dass es nichts mit uns selbst zu tun hat.

Klar ist es ganz natürlich und normal die Dinge für sich selbst zu bewerten, aber du wirst auch merken, dass das zu Problemen führen kann, dass es gegenseitiges Verständnis und Empathie blockiert, dass es uns manchmal auch unglücklich macht.

Was können wir also tun?

Zu aller erst solltest du dir der Geschichte bewusst werden, die du dir selbst erzählst.

Erkenne dann, dass du dich selbst ins Zentrum der Geschichte stellst.

Versuche als nächstes dich selbst aus diesem Fokus zu nehmen.

Wie sähe die Geschichte aus, wenn wir nicht in ihr wären? Für mich in etwa so:

  • Dinge passieren – wie spannend! Was kann man daraus lernen? Welche Erkenntnisse ergeben sich?
  • Jemand anderes tut etwas oder spricht, sehr wahrscheinlich geht es um die Person selbst. Wie kann ich sie besser verstehen?
  • Ein Teil dessen was die andere Person sagt, zeigt dass sie Schwierigkeiten hat oder unglücklich ist. Wie kann ich ihr mit Mitgefühl und Liebe entgegen kommen?

Wenn ich das mache, was leider viel zu selten vorkommt, dann nimmt das viel Stress aus einer Situation, es verschiebt den Fokus von mir selbst auf das Verständnis und die Empathie für andere Menschen.

Klar bin ich weiterhin Teil der Geschichte. Ich bin immer noch da, aber nicht mehr im Mittelpunkt.  Stattdessen strebe ich es an, mich mit anderen Menschen und Wesen verbunden zu fühlen und ich merke wie sie mir helfen der Mensch zu werden, der ich bin und dass ich das selbe für sie tun kann.

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