Warum wir an alten Themen festhalten

Oftmals sind wir unzufrieden mit unserem aktuelle Zustand, denken, dass wir an uns „arbeiten müssen“, besser werden sollen, um höher, schneller, weiter zu kommen.  Veränderungen stellen uns vor Herausforderungen. Wir wollen stabil auf unserem festen Fundament bleiben, um unser Selbstbild nicht ins wanken geraten lassen. Auch unsere Beziehungen zu anderen Menschen sollen bitte schön so bleiben wie sie immer waren. Wir wollen, dass wir und andere gesund bleiben, nicht krank werden und unser Verstand sagt uns auch, dass das durchaus möglich ist. Wir wollen keine Veränderungen.

Warum es keinen geistigen Stillstand gibt

Wir wollen Beständigkeit. Und gerade wenn wir mehr davon in unserem Leben wollen, brauchen wir die Fähigkeit zu sehen, dass alles im Fluss ist. Überlege mal: Kannst du ein Jahr lang in deinen Gewohnheiten verharren, ohne dass sich irgendetwas verändert? Sehr unwahrscheinlich. Sowohl äußere Umstände als auch deine Persönlichkeit werden sich in einem Jahr verändern. Unser Geist ist ein komplexes Werkzeug, aber keine Maschine, die einem festen Automatismus folgen wird. Er verändert sich, reagiert auf Dinge und stellt ständig neue Verbindungen her. Sehe ihn daher auch genau als so etwas: fließend und dynamisch. Wie Wasser in einem Gefäß, das auf äußere Umstände unterschiedlich reagieren kann und das wir in keine feste Form bringen können.

Ok, also einfrieren könnten wir ihn ja wohl…Also frierst du dann eben deine Gedanken ein. Du lässt deine Gedanken dort wo sie sind, unverändert und ohne dass sie springen. Hast du es versucht? Gelingt es Dir? Nein. Und genauso wenig kannst du deine Gedanken rund um die Uhr kontrollieren. Du kannst sie nicht fixieren, nicht in ein Muster zwängen, dem sie folgen sollen. Und so sind auch wir flüssig und nicht aus Stein.

Warum Planung nichts bringt

Trotzdem wollen wir fest auf dem Boden stehen können, wollen uns ständig verbessern und jeden Schritt sorgfältig in Richtung Erfolg planen, selbst wenn wir diesen dann gar nicht befolgen. Im Gegenteil, meistens tropfen wir dann eher durch das Sieb, das wir uns zuvor aufgebaut haben, bekommen Risse oder Lecks.

Auch unser Umfeld ist nicht in Stein gemeißelt, auch andere Menschen sind im Fluss wie wir, selbst wenn uns das nicht gefällt. Und so schalten wir um in einen starren Kampfmodus, um an alten Ideen festzuhalten, folgen Gewohnheiten die nicht mehr in diese neue Welt passen oder halten uns an modrigen Seilen fest, um nicht weiter ins schweben zu geraten. Wir werden frustriert, ängstlich, besorgt, wütend und traurig.

Wir man lernt mit Veränderungen umzugehen

Wie gelingt es uns in dieser sich so schnell wandelnden Welt Fuß zu fassen, Ängste und Frustrationen loszulassen? Wie können wir uns mit ihr gemeinsam verändern? Auch hier gilt eine uralte Weisheit: Nimm an was ist, nimm auch deine Fähigkeit zur Veränderung an. Betrachte deine Gedanken, Ängste und Sorgen und schau mit einer Lupe darauf. Sehe auch, dass das Problem mit dem du gerade konfrontiert bist und sich so anfühlt wie eine steinerne Mauer, eigentlich nur heiße Luft ist und sich höchst wahrscheinlich in kurzer Zeit schon in Dampf auflösen wird.

Keines unserer Probleme ist so groß, dass man nicht auch irgendwann durch den Nebel sehen wird. Und so können wir auch einfach noch eine Weile in diesem Nebel sitzen bleiben und lächeln, den Moment an sich genießen.

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