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Warum du immer meditieren solltest

Warum du meditierst, wenn nicht alles Gut ist

Jeder der schonmal für eine gewisse Zeit meditiert hat, sich auf einen Marathon oder eine Prüfung vorbereitet hat, kennt dieses Gefühl sehr gut: Man will nicht mehr, man fragt sich wann es aufhört und macht trotzdem weiter.  Jedem von uns begegnen Tag für Tag solche Situationen, in denen wir uns in einer unangenehmen Situation “gefangen” fühlen. Sei es in der Warteschlange im Supermarkt, in einem unnötigen Meeting oder in einem total langweiligen Film, den wir nur zu Liebe unseres Partners anschauen. Es können aber auch extremere Situationen sein, in denen wir uns unsicher fühlen, weil viele Themen an denen man arbeitet ungewiss sind. Und jeder von uns kennt auch die Situation in der wir uns fragen ob wir die Dinge, die wir tun richtig machen und ob wir die richtigen Dinge tun. Dies fördert unsere Ängste, wenn wir unsicher oder gestresst sind. Es führt auch dazu, dass wir Dinge aufschieben oder vor Dingen weglaufen.

Aber statt diese Unsicherheit und das Unwohlsein zu meiden und davor wegzulaufen, können wir auch einen Weg finden damit umzugehen und daraus sogar kreative Kraft  schöpfen. Dies gelingt uns durch eine Meditation, in der wir üben in diesem Gefühl zu bleiben, mit dem Unwohlsein zurecht zu kommen, auch wenn vieles unsicher und unklar ist. Genau darum geht es in diesem Text und dieser Übung, die du für dich jederzeit anwenden kannst.

Worüber du meditierst, wenn nicht alles Gut ist

Was du brauchst ist ein Thema bei dem du gerade aneckst. Etwas, was dich stresst oder wovor du Angst hast. Und das kann auch erst hochkommen, wenn du meditierst und wahrnimmst wieviel Unsicherheit sich in dir befindet. Du kannst auch einfach etwas länger meditieren, als du es gewohnt bist, sodass du das Bedürfnis hast aufzustehen. Und während du da sitzt, bemerkst du vielleicht auch, dass du dich beim sitzen unwohl fühlst, dass dir die Knie weh tun oder deine Hüften und dein Rücken schmerzen. Die Übung ist, in diesem Unwohlsein zu verbleiben. Natürlich nur soweit, dass du sicher und gesund bleibst. Wir wollen nicht, dass du dich verletzt oder du dir etwas einklemmst. Wenn dein Bein total einschläft, dann mach bitte was. Aber es gibt einen Unterschied zwischen Unwohlsein und Schmerz. Wir wollen also keinen Schmerz bei dir auslösen, nur eben lernen mit unangenehmen Gefühlen besser klar zu kommen. Die Krux ist, dass man schnell merkt dass man auch mit unangenehmen Situationen eigentlich gut klar kommt, dass wir nicht vor diesem inneren Unwohlsein weglaufen müssen.

Probiere doch einfach mal etwas länger zu meditieren als sonst. Gerade dann, wenn du bei der Meditation Gefühle wie Angst, Zweifel oder Stress spürst. Wenn das für dich funktioniert dann mach das.

Bei mir hat es übrigens sehr lange gedauert bis ich mehr als 10 Minuten meditieren konnte. Lange Zeit bin ich einfach früher aufgestanden und aus dem Meditationsraum gegangen, weil ich mit der Situation nicht klar gekommen bin. Aber es funktioniert irgendwann.

Worüber du meditierst, wenn alles Gut ist

Wenn du keine Unsicherheit in der Meditation spürst, kannst du mit einer Aufgabe vor dir meditieren. Was ist beispielsweise eine große Aufgabe, die du dir auferlegt hast, die vielleicht Tage oder Wochen, Monate oder Jahre dauert. Vielleicht ist es deine Steuererklärung oder ein Buch das du schreiben willst? Irgendwas Grosses, was dich eben gerade beschäftigt. Und was ich möchte ist. dass du das dann als Aufgabe bei deiner Meditation nutzt, wenn du so kein Unwohlsein bei der Meditation bemerkst.

Also wenn du beispielsweise ein Buch schreiben willst und du diese Aufgabe vor dein inneres Auge legst, meditierst du für die nächsten 5 Minuten. Und in Geist versuchst du dann dieses Buch zu schreiben. Was passiert ist, dass du da sitzt und deine Unsicherheit bei dieser grossen Aufgabe hoch kommt. Die Aufgabe ist, dass du in diesem Gefühl bleibst. Dass du innerlich nicht davon wegläufst, hänge dich so richtig in dieses Gefühl rein. Statt dich dann anderweitig ablenken zu lassen, weil du dich unwohl fühlst, bleibe in diesem Gefühl. Bleibe in dieser Ungewissheit und Unsicherheit. Denn dadurch kommst du raus aus deinem Kopf und rein in deinen Körper. Und spüre dann, wie sich diese Unsicherheit in deinem Körper auswirkt. Wo spürst du das? Welche körperlichen Effekte hat sie bei dir? Und bleib in diesem Gefühl, begegne deiner Unsicherheit mit Neugier und Offenheit.  Genau diese Unsicherheit is es, in der wir uns üben. Wir üben genau in diesem Zustand der Unsicherheit und Ungewissheit zu bleiben und neugierig darüber zu sein, begegnen ihr mit Offenheit.

Denn wenn du einfach neugierig darüber bist, dass du unsicher bist, dann merkst du, dass du gar nicht davon weglaufen musst, dass du trotzdem weitermachen kannst. Du nimmst war, wie es ist, wenn du unsicher bist. Und dadurch lernt man, sich im Unwohlsein zu recht zu finden. Wir können uns daran gewöhnen, dass die Dinge nicht in unserer Kontrolle liegen, dass wir in mitten von Unsicherheit einfach stehen bleiben können, nicht weglaufen müssen.

Du kannst Unsicherheit und Unwohlsein auch in deinem Alltag wahrnehmen, wenn du Angst bekommst oder Stress hast, wenn du frustriert bist oder wütend, traurig. Wenn du Selbstzweifel hast oder dich selbst herunter ziehst. Und du bleibst darin. Übe dich in diesem Unwohlsein. Sei neugierig darüber, offen und heiße es willkommen in deinem Leben.

Warum du meditierst, wenn alles Gut ist

Das ist die Übung und es ist eine absolute Schlüsselübung. Übe sie und wiederhole sie in deinem Alltag, übe jeden Tag. Übe auch dann, wenn du bemerkst, dass so ein Gefühl von Unsicherheit hoch kommt. Halte dann einen Moment inne, wenn es für dich möglich ist. Du freust dich dann irgendwann über dieses Gefühl und denkst dir “yeah endlich mal wieder ein wenig Unsicherheit! Geil ich darf wieder üben neugierig und offen zu sein.” Du wirst dann irgendwann feststellen, dass dir viel Ärger erspart bleibt, dass du ruhiger wirst und dein Geist sich immer weiter öffnet. Je weniger Angst, Stress und Frust du in dein Leben lässt, je mehr Freude, Offenheit und Neugier in dein Leben kommt, desto höher ist deine eigene Lebenszufriedenheit. Genau das wünsche ich uns allen.

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